Immanuel Witschi wächst musikalisch in Zürich auf: neun Jahre klassischer Klavierunterricht, Mitglied der Zürcher Sängerknaben — und der frühe Kontakt mit dem Jazz lässt ihn nicht mehr los. Er tritt der Bernhard Spirig Big Band bei, spielt sieben Jahre lang Konzerte in der Schweiz und Frankreich, und vertieft seine Ausbildung als Mitglied der Big Band der Uni Zürich sowie in Bebop-Workshops und Privatunterricht bei K.T. Geier, Stefan Stahel, Vince Benedetti und Marco Dreyfuss. 2000 nimmt er an der renommierten Generations Masterclass in Frauenfeld teil.
Ab 2004 ist er Pianist und Techniker im Theater Johana Zürich und wirkt in verschiedenen Produktionen des Salon-Theaters Herzbaracke mit. 2009 hält er sein erstes vollständig improvisiertes Solokonzert; danach ist er während Jahren wöchentlich Pianist in der Zürcher Bar L'heure bleue. Als gefragter Sideman wirkt er in zahlreichen Projekten mit — darunter Rebecca & The Sophistocats und Becky & The Gents sowie Begleitungen für Tanya Birri und das Etta James Project. Regelmässige Engagements führen ihn an Festivals und Hotelresorts wie Davos Sounds Good und die Hauser's Terrasse St. Moritz sowie ans Hotel Bella Tola im Wallis, wo er seit 2019 jährlich zu Gast ist.
Seit 2011 gibt Immanuel Witschi regelmässig Solokonzerte und veröffentlicht mit «First Light» seine erste Solo-CD. Im Zentrum seines Schaffens steht der Ambient Jazz: eine Musik, die von der Improvisation als tragender Idee lebt — atmosphärisch, unvorhersehbar, stets in Bewegung. Daneben tritt er mit eigenen Formationen auf, heute vor allem mit dem Immanuel Witschi Jazz Trio.